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20.06.2017, 13:47 Uhr
Ehrenamtliches Engagement soll stärker belohnt werden
Egal ob im Katastrophenschutz, dem Sozialwesen, dem Sport, politisch im Ortsrat oder sonst wo, überall sind Tausende von Bürgern täglich ehrenamtlich für ihre Mitmenschen tätig. Viele im Ehrenamt opfern dadurch für die Allgemeinheit sogar den Großteil ihrer frei verfügbaren Zeit. „Das Zusammenleben im Saarland wäre ohne ihr Engagement spürbar weniger wert“, so MdL Alex Zeyer, der Vorsitzende der JU Saar, und führt weiter aus: „Sie machen mit ihrer Arbeit unser Land lebenswerter und helfen oftmals fremden Menschen ohne jegliche Gegenleistung“. Um diese Arbeit ein Stück weit zu würdigen wurde 2012 von der CDU-geführten Landesregierung die Ehrenamtskarte eingeführt, welche sich bewährt hat und auf alle Landkreise sowie weitere Berechtigte, wie ehrenamtlich aktive Mitglieder der Feuerwehren und anderer Hilfsdienste, ausgeweitet werden soll.
Die neue Landesregierung strebt darüber hinaus eine bessere Förderung und Würdigung ehrenamtlichen Engagements auch auf anderen Wegen an, wie man an der Vielzahl der Themenbereiche im Koalitionsvertrag sieht, die das Thema Ehrenamt aufgreifen. So soll beispielsweise bei Steuerfreibeträgen nicht mehr zwischen verschiedenen ehrenamtlichen Tätigkeiten unterschieden werden und nach Wunsch der Landesregierung die Anrechnung von Aufwandsentschädigungen auf Sozialleistungen abgeschafft werden. Auch wird vor dem Hintergrund zunehmender Regulierung ehrenamtlicher Tätigkeiten die saarländische Landesregierung gemeinsam mit Akteuren aus diesem Bereich eine Task Force gründen, um Lösungsansätze zu erarbeiten, wie Regulierung und Bürokratie im Bereich des Ehrenamtes reduziert werden können. Ferner soll sich ehrenamtliches Engagement künftig auch in beruflicher Hinsicht lohnen. So wird dies künftig bei Bewerbungen für Tätigkeiten in der saarländischen Landesverwaltung noch mehr Berücksichtigung finden als bisher.